Blick in die Zukunft beim Fachtag 2026
Die begabungs- und leistungsförderlichen Ideen, Ergebnisse und Inhalte aus „Leistung macht Schule“ sollen nach Ende der Laufzeit weitergetragen werden und möglichst allen Kindern und Jugendlichen zu Gute kommen. Darin sind sich die beteiligten Akteure einig. Doch was sind Gelingensbedingungen? Und welche Vorbereitungen sind nötig? Diese Fragen standen im Zentrum des diesjährigen gemeinsamen Fachtags der Bund-Länder-Initiative.

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Vom 10. bis 12. Juni 2026 fand der Fachtag zum Thema „LemaS-Inhalte verstetigen: Gelingensbedingungen, Umsetzungsideen, Kommunikationswege“ an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen (Bayern) statt. Über 40 Personen aus der Wissenschaft, den Landesministerien und Landesinstituten bzw. Qualitätseinrichtungen der Länder beteiligten sich aktiv.
Auf dem Weg zur nachhaltigen Verankerung
Der Forschungsverbund „LemaS-Transfer“ gestaltete mit Unterstützung der Länder ein vielseitiges Programm, das verschiedene Blickwinkel zusammenführte. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gaben beispielsweise datengestützte Einblicke in den aktuellen Stand und die nachhaltige Verankerung von Inhalten aus „Leistung macht Schule“ in den vier Inhaltsclustern. Erste Ergebnisse einer Befragung von Leitungspersonal an Multiplikatorschulen lieferten wichtige Informationen zu entscheidenden Gelingensbedingungen. Sie betreffen beispielsweise die Arbeitsweise von Schulnetzwerken, die Unterstützung durch Landesinstitute bzw. Qualitätseinrichtungen der Länder und die Ausgestaltung von Prozessen zur Schul- und Unterrichtsentwicklung in den Schulen selbst. Verantwortliche aus Bayern, Brandenburg, Hamburg, Hessen und Schleswig-Holstein berichteten aus Länderperspektive, wie die Weiterführung vor Ort auf den Weg gebracht wird. Sie blickten unter anderem auf Anknüpfungsmöglichkeiten an landeseigene Qualifizierungsangebote und stellten Überlegungen zur Integration von Inhalten der Initiative in schulische Strukturen sowie zur länderübergreifenden Zusammenarbeit vor.
Wie Transfer gelingen kann
Die diversen Inputs verdeutlichten, dass Erfolgsfaktoren für einen nachhaltigen Transfer vielschichtig sind. Ausgehend hiervon tauschten sich die Teilnehmenden intensiv über ihre bisherigen Erfahrungen aus und diskutierten weitere Schritte. Sie waren sich einig, dass die nötigen Strukturen frühzeitig geschaffen werden müssen, um die Ergebnisse von „Leistung macht Schule“ langfristig in den Ländern zu verankern. Außerdem sind die verschiedenen Ebenen des Bildungssystems in den Blick zu nehmen: Ergebnisse aus der Initiative können gut mit anderen Programmen und Maßnahmen verknüpft werden. Zugleich ist es möglich, Konzepte, Strategien und Maßnahmen so zu verändern, dass sie bestmöglich zu den Bedarfen einzelner Schulen passen. Wichtig ist auch, dass Verantwortliche den Transfer gemeinsam vorantreiben und Veränderungsprozesse in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen unterstützen.
Insgesamt zeigte der Fachtag, inwieweit Ideen, Ergebnisse und Inhalte aus „Leistung macht Schule“ schon erfolgreich verankert wurden und was dazu beigetragen hat. Außerdem gab er wesentliche Impulse für den weiteren Transfer. In den kommenden Monaten soll der Austausch zwischen den Beteiligten fortgesetzt werden, damit der Prozess gelingt und die Entwicklungen in der Potenzial- und Begabungsförderung, die die Initiative bewirkt hat, auch zukünftig bei den Schülerinnen und Schülern ankommen.
Hintergrund
Die Fachtage sind ein Format für den regelmäßigen Austausch zwischen dem Forschungsverbund von „Leistung macht Schule“ und den Landesinstituten beziehungsweise Qualitätseinrichtungen der Länder über die gemeinsame Arbeit in der Initiative. Sie werden vom Forschungsverbund koordiniert und gemeinsam mit den Landesinstituten beziehungsweise Qualitätseinrichtungen der Länder inhaltlich gestaltet.