Lehrer hilf Jugendlichem im Unterricht

Teilprojekt 14: Diagnosebasierte differenzierte Leseförderung in der Grundschule (diFF Di2Lesen)

Am Teilprojekt 14 nehmen 19 Primarschulen aus vielen Regionen Deutschlands teil.

Die Leistungsstreuung im Lesen ist bei Kindern im Grundschulalter groß. Vor diesem Hintergrund soll in Teilprojekt 14 Kindern aller Grundschulklassen auf der Basis einer fortlaufenden Diagnostik der Lesekompetenz eine leistungsangemessene Förderung angeboten werden. Teilnehmenden Schulen wird dazu ein Gesamtkonzept aus den folgenden drei Bausteinen zur Verfügung gestellt werden:

  • internetbasierte Lernverlaufsdiagnostik,
  • strukturierte Feedbackgespräche sowie
  • Materialien zur Leseförderung mit silbenbasiertem Lesen auf Wortebene, Lautleseverfahren zur Förderung der Leseflüssigkeit und einer strategieorientierte Förderung des Leseverständnisses.

Ein Ziel des Teilprojekts besteht darin, das Konzept diagnosebasierter differenzierter Leseförderung an die jeweiligen Bedarfe der teilnehmenden Schulen anzupassen und Weiterentwicklungen des bislang vorliegenden Fördermaterials vorzunehmen.

Im Laufe des Projekts soll eine praxistaugliche Routine etabliert werden, bei der durch eine differenzierte Leseförderung dem Leistungspotenzial aller Schülerinnen und Schüler entsprochen wird – insbesondere auch den leistungsstarken Kindern. Dabei sollen Leistungsstand und Leistungsentwicklung sowie die dazu passenden Fördermethoden mit den Kindern besprochen werden (Feedback). Sie werden mitverantwortlich in die Planung des Lernprozesses einbezogen. Als objektive Informationsgrundlage werden im Laufe jeden Schuljahres acht kurze Leistungstests durchgeführt, die als Datenbasis für pädagogische Entscheidungen herangezogen werden (Lernverlaufsdiagnostik). Die alltagsintegrierte Durchführung eines datenbasierten Umgangs mit heterogenen Leistungen soll in den teilnehmenden Schulen möglichst umfassend realisiert werden. Die von Beginn des Projekts an bereitgestellten Diagnose-, Feedback- und Fördermaterialien stellen dabei einen Ausgangspunkt dar, der im Laufe des Projekts weiterentwickelt werden soll.

Leitender Wissenschaftler

  • Prof. Dr. Elmar Souvignier und Team, Westfälische Wilhelms-Universität in Münster