Veranstaltungsteilnehmerin liest Broschüre Leistung macht Schule

Jetzt macht Leistung Schule! Wissenschaft und Lehrkräfte starten in die Schul- und Unterrichtsentwicklung

Schulen und Wissenschaft stimmen ihre Zusammenarbeit ab und entwickeln gemeinsam erste Konzepte zur Potenzial- und Leistungsförderung.

Mit Beginn des neuen Schuljahrs 2018/2019 startete in der Bund-Länder-Initiative „Leistung macht Schule“ die Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und 300 Schulen vor Ort. Der vom 19. bis 22. September 2018 stattfindende 6. Münstersche Bildungskongress diente als Plattform für den inhaltlichen Auftakt der Initiative: Unter der Schirmherrschaft von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek tauschten sich Schulen und Wissenschaft zu ihren themenspezifischen Teilprojekten aus und einigten sich auf einen Fahrplan für ihre künftige Zusammenarbeit.

An der ersten fünfjährigen Phase von „Leistung macht Schule“ nehmen bundesweit 300 Schulen verschiedener Schulformen aus dem Primar- und Sekundarbereich teil. Ein Forschungsverbund aus 16 Universitäten begleitet die praktische Arbeit. In 22 Teilprojekten werden Konzepte und Strategien erarbeitet, um leistungsstarke und potenziell besonders leistungsfähige Schülerinnen und Schüler zu erkennen und zu fördern. Die Teilprojekte befassen sich sowohl mit einer übergreifenden leistungsförderlichen Schulentwicklung als auch mit einer begabungsförderlichen individuellen Förderung im Regelunterricht der MINT-Fächer sowie in den Fächern Englisch und Deutsch. Auch fachübergreifende Konzepte zum Mentoring oder zum kooperativen Lehren (Lesson-Study-Methode) werden in den Teilprojekten mithilfe aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelt. Eine Chance der Initiative liegt in der Vielfalt der Perspektiven. Im Forschungsverbund sind verschiedene Disziplinen vertreten, dank derer die Wissenschaft gemeinsam mit den Erfahrungsträgern aus den Schulen neue Erkenntnisse gewinnen und konkrete Veränderungen im Unterricht bewirken wollen.

Prof. Gabriele Weigand, die Koordinatorin des Forschungsverbunds, betont im Gespräch mit dem Deutschen Schulportal, dass Politik, Wissenschaft und Praxis bei der Zusammenarbeit an einem Strang ziehen. Sie sieht in der Initiative eine bislang einzigartige Möglichkeit, mit der Unterstützung aller wichtiger Akteure Schule und Unterricht neu zu denken und bestmögliche Formen von individueller Potenzial- und Leistungsförderung im Regelunterricht für die deutsche Schullandschaft zu entwickeln.

Lehrkräfte und Forschung im Gespräch

Schulen und Wissenschaft im Gespräch

Michael Kuhlmann